Rudern bis zur Verzweiflung

Eigentlich nur schnell mal vorbei zum Halleschen Tor, noch ein Taubenei am ungünstigen Brutplatz austauschen – da rudert mal wieder eine Taube mit den Flügeln schlagend quer durch den Landwehrkanal. Sie versucht vergeblich, an den wenigen flachen Stellen am Ufer hochzukommen. Eine Krähe wartet dort schon, zwei Blässhühner verfolgen den unerwünschten Schwimmer, die Artgenossen beobachten am Geländer aufgereiht die Szene.


Zuhause steht der Drei-Meter-Kescher mit Verlängerung. Als ich zurück komme, treibt die kleine Taube, den Kopf in den Nacken gestreckt, reglos auf eine Stelle zu, an der der Kescher vielleicht zum Rausfischen ausreicht – zu oft schon trieb die Strömung die Taube genau am Kescher vorbei!


Es gelingt. Nach ca. einer Stunde Hand- und Körperwärme hören Schnabelatmung und Zuckungen auf – die kleine Taube schüttelt ausgiebig den gesenkten Kopf und schaut sich dann erstaunt um – geschafft! Sie ist die erste von vielen, die das Bad im kalten Kanal  überlebt. Die meisten Tauben waren bei ihrer Rettung zu sehr untergekühlt oder von einem Ausflugschiff verletzt und starben später an Land. Im Winter sinken die Köpfe schneller ins Wasser. Dagegen kämpfen manche Tauben verzweifelt an. Das Boot der Wasserschutzpolizei oder das Reinigungsschiff, das den Müll aus dem Kanal sammelt, ist selten gerade in der Nähe.
Noch isst die kleine Taube nicht selbständig, ein Infekt wird behandelt, ein paar Schwungfedern fehlen  - und ein Pflegeplatz mit Voliere für Flugtraining und Gesellschaft mit anderen Jungtauben.

 

Der bmt e.V. hilft einer Berliner Tierschützerin bei der Finanzierung von Taubenfutter. Ebenfalls bezahlt der bmt Berlin die gesamten Futterkosten für eine Taubenpflegestelle.
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