Mary und Basti

Die größten Missstände, sagte ein Amtsveterinär einmal zur Geschäftsstelle Berlin, bestünden im Umgang mit Pferden. Wie oft haben wir erlebt, dass Reitställe und finanzschwache Ponyhöfe ihre Tiere unzureichend versorgen und schlecht behandeln. Mary und Basti sind nur zwei von unzähligen Beispielen, die ein stilles Leid unter diversen Reitschüler/innen und Kund/innen erdulden, bis sie „unbrauchbar“ geworden sind und den Weg zum Schlachter antreten. Doch diesen Beiden aus Sachsen konnten wir mit Hilfe des Veterinäramts vor dem drohenden Ende bewahren.
Das Alter der beiden ist leider unbekannt. Schätzungsweise sind beide jeweils 15 Jahre alt und seit 2011 auf dem Gnadenhof in Niedersachsen.
Muli Mary und das Pony Basti waren am Anfang sehr scheu. Basti war ängstlich und man merkte, dass er nicht viel Umgang mit Menschen hatte. Doch inzwischen ist er ebenfalls glücklich auf dem Gnadenhof.
Mary war am Anfang sehr aggressiv, besonders Männern gegenüber, ließ sich in der ersten Zeit auf dem Gnadenhof nur von Frauen anfassen. Beim Schmied brauchte sie eine Beruhigungspaste. Sie war nicht zu bändigen und schlug und biss um sich. Auch anderen Pferden gegenüber war sie feindselig.
Inzwischen kommt sie zu jedem, egal ob Mann oder Frau. Und beim Schmied braucht sie auch keine Beruhigungspaste mehr und lässt die Prozedur problemlos über sich ergehen.
„Mary ist die Chefin, sehr dominant, selbstbewusst und auch sehr anhänglich, verschmust und zutraulich. Alle haben Respekt vor ihr… Vierbeiner und auch Zweibeiner…“, sagt Herr Lange mit einem Lächeln im Gesicht.

 

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